FEIERST
DU SCHON
NACHHALTIG?

MACH DEN
KLIMADREH!

UNSERE TIPPS FÜR
KLIMAFREUNDLICHE
FESTTAGE:

TIPP 1
BÄUMIGE IDEEN
STATT
BÄUME FÄLLEN

Die Qual aller Qualen im Adventsstress ist die Wahl des Weihnachtsbaums. Weit über eine Million Weihnachtsbäume werden in der Schweiz jedes Jahr verkauft. Mehr als die Hälfte davon wird aus dem Ausland importiert, vor allem aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland. Der ökologische Fuss- oder Baumabdruck importierter Tannen ist hingegen miserabel. Doch es gibt vielfältige natürliche Alternativen. Für Weihnachtsbaum-Fans:

Ein Baum von hier, das gefällt Dir! Es gibt auch Schweizer Bio-Tannenbäume, die nicht mit Dünge- oder Spritzmitteln behandelt wurden. Und wenn schon, dann eine einheimische Rottanne (Fichte) statt einer Nordmannstanne aus dem Kaukasus, Georgien, Russland oder Aserbaidschan. Noch besser: Ein «künstlicher» oder künstlerischer Baumersatz kann sinnvoll und kreativ sein, aber bitte nicht gerade aus China, sondern mit einheimischen Materialen. Am besten gleich selbst gebastelt. Beim Schmücken sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wieso nicht mit im Wald heruntergefallenen Nadelbaumzweigen.

Statt gefällter Bäume gibt es aber auch einheimische Miettannnen im Topf, zum Beispiel von der Stiftung LBB Lehrbetriebe beider Basel oder aus einem Gärtnereibetrieb in der Region. Noch ökologischer und wohl die bäumigste aller Ideen ist, statt einen Baum zu fällen einen neuen zu pflanzen. Werden Sie Gotte oder Götti dank der Baumpatenschaft der Basler Stadtgärnerei. Rund 12‘000 Alleebäume säumen die Basler Strassen. Diese Pflanzrabatten bilden kleine Gärtchen, welche die Stadtgärtnerei gerne interessierten Baslerinnen und Baslern zur Bepflanzung überlässt. Lassen auch Sie eine Baumrabatte in ihrer Wohnumgebung mit attraktiven Wildpflanzen erblühen.

Es ist ganz einfach, Baum-Gotte oder Baum-Götti zu werden. Geeignet sind vor allem Rabatten von Jungbäumen, die mindestens 6 m² gross sind. Die Baum-Patenschaft der Basler Stadtgärtnerei ist kostenlos und wird für drei Jahre abgeschlossen. Mit einer Baumpatenschaft leisten Sie einen eigenen Beitrag zur Biodiversität. Die blühenden Inseln in der Stadt bilden Trittsteine für Vögel, Schmetterlinge und andere Insekten. Zudem profitiert der Baum von Ihrer sorgfältigen Bodenpflege und einer optimalen Unterpflanzung.

TIPP 2
AM BODEN BLEIBEN
STATT
IN DIE LUFT GEHEN

Für viele Wintersport-Fans bedeutet Weihnachten auch ein erstes Mal Skifahren und Snowboarden oder Erholung in den verschneiten Bergen und Dörfern. Andere wiederum zieht’s in die Wärme und ab ins Flugzeug ans Meer. Für den Klimadreh gilt natürlich: Je näher desto besser oder gar zu Hause bleiben. Das kann ja auch genussvoll gestaltet werden. Doch auch wenn das Reisefieber ausbricht und ferne Destinationen locken, können diese solche Trips unterschiedlich klimafreundlich respektive -schädlich sein. Davos will als Musterknabe oder -mädchen bis 2030 der erste klimaneutrale Ferienort der Schweiz werden. 

Der Aufenthalt allein wäre dann also ökologisch unbedenklich. Ins Gewicht fällt aber vor allem auch die An- und Rückreise bei nah und fern. So beträgt der CO2-Ausstoss einer Einzelperson auf einer Flugreise von Basel nach Gran Canaria und zurück um 1.0 t. Eine Retourfahrt mit der Bahn von Basel nach Davos kommt auf rund 0.002t zu stehen, also etwa 500-mal weniger.

Vom täglichen Einkaufen besonders auch in der Advents- und Weihnachtszeit, sei’s für Speis und Trank oder Geschenke, kennen wir alle den Label-Dschungel, in dem es sich leicht verirren lässt. Doch wie erkenne ich, ob eine Destination oder eine Unterkunft beim Thema Nachhaltigkeit vorbildlich unterwegs ist? Eine Orientierungshilfe ist da das neue Nachhaltigkeitsprogramm «Swisstainable» von Schweiz Tourismus. Durch die Verschmelzung der beiden Begriffe «Swiss» und «Sustainable» signalisiert die Reise-Branche eine eigenständige und vor allem schweiz-typische Strategie. Das Öko-Ranking steht allen Schweizer Tourismusbetrieben zur Verfügung Swisstainable – STnet. Ein Hauptziel des Programms ist eine Orientierung der potentiellen Kundinnen und Kunden. Es gibt drei Levels mit unterschiedlichen Anforderungen:

Level I – «commited» 

Richtet sich an Betriebe, die (noch) keine Zertifizierungen oder andere Nachhaltigkeitsnachweise vorweisen, sich aber zu einer nachhaltigen Unternehmensführung bekennen und ihren Betrieb laufend in Richtung Nachhaltigkeit weiterentwickeln möchten.

Level II – «engaged» 

Setzt das Bekenntnis zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und einer fortlaufenden Weiterentwicklung voraus. Zudem muss für dieses Level eine Zertifizierung oder ein anderer Nachweis in mindestens einem Nachhaltigkeitsbereich vorgewiesen werden.

Level III – «leading»

Ist für Betriebe konzipiert, die bereits eine umfassende, anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung vorweisen. Berücksichtigt werden Zertifizierungen, die alle Dimensionen der Nachhaltigkeit abdecken und regelmässig extern überprüft werden.

So gilt dann auch bei der Reiseplanung die Qual der Wahl, ob der zu empfehlende Trip im Inland mit Gold-, Silber, oder Bronce-Medaille oder in der Sünder-Klasse erfolgt. Und im Zweifelsfall gilt im Ranking-Dschungel: Lieber ein Label als gar kein Label.

TIPP 3
NACHHALTIG VERPACKT
STATT
ÖKOLOGISCH VERTRACKT

Den «Gschänggli»-Stress kennen wir alle und wissen, dass er altersbedingt meist wellenartig verläuft: Je jünger desto intensiver. Sind die Kinder dann flügge und ausgezogen, flacht die «Geschenkerei» dann rapide ab. Wenn dann die nächste Generation das Licht der Welt erblickt, fängt’s wieder von vorne an. Wer nicht auf Geschenke verzichten kann oder will, sollte nicht nur beim Geschenk, sondern auch beim Verpacken auf der Hut sein vor unökologischen glänzenden und glitzrigen Versuchungen.

Für die Herstellung von klassischem Geschenkpapier werden Holzfrischfasern und grosse Mengen an Wasser und Energie benötigt. Landen diese dann im Altpapier, müssen die Farbstoffe des Geschenkpapiers beim Recyclingprozess wieder aufwendig ausgewaschen werden. Es bleibt dann ein giftiger Farbschlamm übrig, der oft nur als Sondermüll entsorgbar ist. Umweltfreundlicher sind folgende Alternativen:

Packpapier: Der Wasser- und Energiebedarf bei der Herstellung ist geringer. Ausserdem lässt es sich (mit Kindern und Grosskindern) beliebig bemalen und verzieren.

Alte Kartons: Wir alle erhalten wohl über Postsendungen viel Kartonmaterial. Wieso nicht den einen oder anderen dieser Kartons aufbewahren und dann als Verpackung nutzen?

Auch Geschenkschleifen bestehen häufig aus Kunststoffen und werden zusammen mit dem Papier entsorgt, falls an Weihnachten beim Mülltrennen ein Auge zugedrückt wird. Eine Alternative bieten Schnüre aus Naturfasern.

Beim Bemalen des Geschenkpapiers sollten am besten unlackierte Holzmalstifte aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet werden. Im Gegensatz zu Filz- oder Lackstiften enthalten sie keine Lösungsmittel.

TIPP 4
NACHHALTIG HELL
STATT
GLEICHGÜLTIG GRELL

Die klassischen Christbaumkugeln aus Glas werden innen mit Silbernitrat behandelt, um den klassischen «Spiegeleffekt» zu erzeugen. Silbernitrat ist allerdings giftig und so müssen Reste im Produktionsprozess der Kugeln relativ aufwendig entsorgt werden. Bei der Entsorgung von zerbrochenen Weihnachtsbaumkugeln zu Hause sollte darauf geachtet werde, dass sie im Restmüll und nicht im Altglas entsorgt werden. Zudem enthalten Schnee- und Glitzersprays oftmals Mikroplastik. Der Weihnachtsbaum sollte auf keinen Fall damit besprüht werden, sonst fällt die Entsorgung via Grünabfall flach.

Beliebt als Weihnachtsschmuck sind auch die schmalen, dünnen, glitzernden Metallstreifen, Stanniol-Lametta genannt. Als Grundstoff wird traditionell Zinn-haltiges Stanniol verwendet, das geschmolzen, gegossen, gewalzt und in sehr schmale Streifen geschnitten wird.Der Legierung wird oft Blei beigemischt, damit die Glitzer-Fäden schwerer sind und schöner fallen. Beide Stoffe sind stark umweltschädigend. Der Baumschmuck aus Mutters- und Grossmutters Zeiten darf zu Ehren der Vorfahren ohne ökologische Gewissensbisse an den Weihnachtsbaum gehängt werden. Aber statt neue zu kaufen sollten lieber getrocknete Orangenscheiben, Stoffbänder, Selbstgebasteltes aus Papier, Holzfiguren, Stroh, Kaltporzellan, Salzteig oder Wachs verwendet werden.

Auch bei der Weihnachtsbaumbeleuchtung besteht grosses Einsparpotential. Der Stromverbrauch einer Lichterkette ist nämlich von zwei Faktoren abhängig – der Betriebsdauer und der Leistung. Oberstes Gebot ist also, die Betriebsdauer ideal zu regulieren, entweder manuell oder mit einer Zeitschaltuhr. Ausserdem lässt sich beim Umstieg auf eine LED-Lichterkette viel Strom und Kosten sparen. Während eine klassische, 5m lange Lichterkette mit Glühbirnchen in der Regel eine Leistung von 50 Watt aufweist, beträgt diese bei einer vergleichbaren LED-Lichterkette 6 Watt.

Noch immer beliebt, aber auch brandgefährlich, sind schön leuchtende Kerzen. Noch ist Paraffin der Hauptbestandteil der meisten Kerzen. Dieser Rohstoff ist jedoch ein Abfallprodukt aus der Schwerölproduktion. Kerzen aus Bienenwachs sind eine umweltfreundliche, wenn auch wesentlich teurere Alternative, insbesondere wenn das Wachs aus einer heimischen (Bio-)Imkerei stammt. Allerdings ist auch dieser Rohstoff selten – für ein Kilo Wachs muss ein Bienenvolk rund 12 Monate «arbeiten». Kerzen aus Stearin sind eine weitere Alternative zu den herkömmlichen Paraffinkerzen. Stearin wird aus pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen gewonnen. Von der Qualität sind Stearin-Kerzen hochwertiger, was sich bereits beim Gewicht bemerkbar macht.

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